Ehe - und Familienrecht PDF Drucken E-Mail
Ehe- und Familienrecht

Die klassische Ehe als privilegiertes Rechtsinstitut verschiedengeschlechtlicher Ehepartner ist heute längst nicht mehr die einzige rechtlich anerkannte Form des Zusammenlebens zweier Menschen - in der Absicht auf Dauer Freud und Leid - zu teilen.

Die eheliche Lebensgemeinschaft zwischen Mann und Frau einerseits aber auch zwischen gleichgeschlechtlichen Personen sowie die eingetragene Partnerschaft andererseits als anerkannte Rechtsinstitute bestehen parallel zur bisherigen Ehe.

Damit wurden die ursprünglich nur für verschiedengeschlechtliche Ehepartner geltenden Rechte und Pflichten auf die eingetragene Partnerschaft und teilweise auch auf die reine Lebensgemeinschaft - mit Einschränkungen - ausgeweitet.

In der Gerichts- und Beratungspraxis spielen die Bestimmungen über die Eheschliessung und Verpartnerung sowie deren Wirkungen im täglichen Leben [Namensführung, Haushaltsführung, Unterhalt sowie rechtliche Vertretung zwischen Eheleuten/Partnern einer eingetragenen Partnerschaft, vermögensrechtliche Auswirkungen (Güterstand), Versicherungsschutz sowie Auskunfts- und Informationsrecht im Krankheitsfall etc.] weit weniger eine Rolle, als die Auswirkungen der Trennung bzw. Scheidung der Eheleute/Partnern einer eingetragenen Partnerschaft.

Das Schicksal der ehemals gemeinsam genutzten Wohnung sowie der Haushaltsgegenstände, die Frage des Unterhaltes während der Trennung und nach Scheidung, der Versorgung den Zugewinnausgleich und die Frage der Auswirkungen auf gemeinsame Kinder machen den Hauptteil des Ehe- und des Familienrechts aus.

Eine Trennung/Scheidung hat für alle Beteiligten erhebliche Auswirkungen und ist es daher unerlässlich, rechtzeitig fundierte Hilfe eines Anwaltes einzuholen, der auch die Durchführung einer Mediation oder den Beizug psychologischer Berater empfehlen sollte, damit ein für alle Beteiligten unangenehmer Rosenkrieg  vermieden werden kann, bei dem des letztlich nur mehr ums Geld geht. Dabei spielt oft auch das Gefühl der Rache und des Misstrauens gegenüber dem jeweils anderen eine Rolle.

Entsprechend sollten auch die Folgen einer Ehescheidung/Trennung unter Beizug eines Rechtsanwaltes und gegebenenfalls eines Mediators geregelt werden.

Die internationalen Beziehungen in wirtschaftlicher Hinsicht bedingen auch eine Bevölkerung mit internationaler Herkunft oder internationalen Hintergründen und somit auch eine grosse Vielfalt internationaler Anknüpfungspunkte im familiären Bereich. So, um nur ein Beispielhaft zu nennen, etwa, wenn ein Elternteil mit einem Kind nach Liechtenstein zieht,
und der ebenfalls sorgeberechtigte andere Elternteil, um seinen Einfluss auf das Kind fürchtet oder sein Besuchsrecht oder Unterhaltsansprüche durchsetzen oder abwehren will. In diesem Zusammenhang spielt auch die gemeinsame Bestimmung des Aufenthaltsortes des Kindes eine zentrale Rolle, vor allem dann, wenn die Eltern beruflich bedingt ihren Wohnort in verschiedenen Staaten haben.

Gerade bei solch komplexen Zusammenhängen mit verschiedenen Rechtsordnungen ist gezielte anwaltliche Beratung und dies möglichst im Voraus unumgänglich.